VbF - Verband betrieblicher Führungskräfte | Sind 63 Jahre genug?
1315
post-template-default,single,single-post,postid-1315,single-format-standard,cookies-not-set,qode-social-login-1.0,qode-news-1.0,qode-quick-links-1.0,qode-restaurant-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode_grid_1300,side_area_uncovered_from_content,footer_responsive_adv,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-12.0,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.7,vc_responsive
 

Sind 63 Jahre genug?

Sind 63 Jahre genug?

Sind 63 Jahre genug?

Wenn ein Mensch 63 Jahre alt ist und noch im Arbeitsleben steht, ist es nach meiner Meinung genug. Natürlich kann Er/Sie weiter machen.

Wenn ein Verband wie der „Verband betrieblicher Führungskräfte“ 63 Jahre alt ist, ist es dann genug?

Wie meine ich dies?

Eine kurze Zusammenfassung:

Im Oktober 1959, also vor rund 63 Jahren, wurden von mehreren engagierten Personen ein Verband für Absolventen für zuerst Maschinenbau Werkmeister gegründet.

Ziel war es u.a. berufliche Weiterbildung und Unterstützung der Berufsinteressen. Der Zugang zum Wissen war damals nicht so leicht wie heute. Die Mitgliederzahl erreichte rasch mehrere 100 Kollegen.

 Schon in den 70er Jahren wurden viele Veranstaltungen wie Vorträge, Exkursionen, persönliche Treffen mit Fachgesprächen abgehalten. Auch Kontakte und wechselseitige Besuche mit deutschen und schweizerischen Kollegen fanden statt.

Landesstellen wurden gegründet, für Wien, NÖ, Steiermark, Kärnten und zum Beispiel 1976 auch in Oberösterreich. Bis auf die LST Steiermark sind alle noch aktiv.

Bildungsreisen in die ganze Welt wurden viele Jahre von Herrn Winfried Eisenkölbl organisiert. Oft gab es mehr Anmeldungen als der Bus aufnehmen konnte oder im Flugzeug Plätze buchbar waren.

In den letzten Jahren wurde das Angebot weiter ausgebaut. Netzwerkveranstaltungen mit aktuellen und sehr informativen Themen wurden gerne angenommen.

Ständig Kontakte mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft, auch der Wirtschaftskammer Österreich um nur einige zu nennen.

Von allen wird bestätigt, dass der Werkmeister für die Wirtschaft, insbesondere für die Industrie, eine sehr wichtige berufliche Qualifikation darstellt.

 

Was wurde in den letzten Jahren erreicht?

  • Der Zugang zu unserem Verband wurde auf alle Werkmeister, Techniker und Führungskräfte der Industrie und Wirtschaft erweitert. Daher Namensänderung auf „Verband betrieblicher Führungskräfte“
  • Einer der wichtigsten Punkte, welcher besonders auf das beharrliche Lobbying vieler Jahre unseres Verbandes erfolgte, ist das Öffentlichkeitsrecht für Absolventen der WM-Schulen. Dies bringt sehr vielen Kollegen Vorteile
  • Lehrpläne werden ständig auf die aktuellen Ansprüche angepasst
  • In den nächsten Monaten soll die Einstufung der Werkmeister im NQR-System in NQR-Stufe 6 erfolgen. Auch hier musste von uns viel Druck in den Ministerien und Kammern erfolgen
  • Für die Handwerksmeister ist diese Einstufung schon erfolgt. Sie können schon den Berufstitel „Meister (Mst) auf allen Dokumenten führen
  • Unser Netzwerk wurde erweitert

 

Sind diese 63 Jahre genug?

 

  • Was hat sich geändert? Woran hackt es?
  • Auch uns hat Corona in den letzten Jahren sehr behindert
  • Persönliche Veranstaltungen waren nicht möglich
  • Der Zugang zum Wissen war noch nie so leicht
  • Die Generation Y ist in der digitalen Welt aufgewachsen, In der Generation Z verstärkt sich das nochmal. Dennoch bin ich der Meinung, dass alle von den Erfahrungen und dem Wissen Älteren profitieren können
  • Nur, die sehr Jungen, die mit Computern und Internet, Videospielen und Smartphones, Tablets und Social Media aufgewachsen sind, also in die digitale Welt hineingeboren wurden und den Umgang mit ihr wie selbstverständlich beherrschen, haben andere Interessen
  • Daher ist es uns offensichtlich nicht möglich genügend junge Kollegen und Kolleginnen zu motivieren bei uns mitzuarbeiten, dem Verband beizutreten. Sie brauchen offensichtlich keine Interessenvertretung
  • Auch bei der Präsidiumsitzung im September 2022 konnte für diesen Punkt leine Lösung gefunden werden
  • Der Fortbestand des Verbandes sieht sehr schlecht aus
  • Weil sich derzeit niemand bereitfindet für den Wahlvorschlag und die damit verbundene Arbeit zu kandidieren, wird als letzte Aktion die Auflösung des Verbandes (vermutlich im März 2023) erfolgen

 

Sind 63 Jahre genug?

Hubert Rescheneder