VbF - Verband betrieblicher Führungskräfte | Interview zum Thema Werkmeister
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Interview zum Thema Werkmeister

Interview zum Thema Werkmeister

Interview zum Thema Werkmeister mit dem Vorstandsvorsitzenden des VbF Herrn Dipl.Ing. Josef Pürmayr:

Welche Rolle spielen Werkmeisterausbildungen für Unternehmen im handwerklichen/industriellen Bereich (bitte u.a. auch auf Lehrlingsausbildung/Berechtigung zur Lehrlingsausbildung eingehen)?

Der Einstieg in den Beruf im Zuge einer Lehrlingsausbildung ist eine ideale Möglichkeit um die Produkte, Prozesse beziehungsweise Abläufe eines Unternehmens kennenzulernen. Nach der Lehrlingsausbildung und gesammelter Berufserfahrung ist die Werkmeisterausbildung in jedem Fall ein Sprungbrett für motivierte Arbeiter. Es besteht die Möglichkeit sich in Richtung Führungskraft weiterzuentwickeln beziehungsweise um von der Werkstatt in das Büro wechseln zu können (Arbeitsvorbereitung, Prozesstechnik, Montageeinteilung).

Was sind die Herausforderungen für betriebliche Führungskräfte und wie gut bereiten derartige Weiterbildungen darauf vor?

Durch die ständige Weiterentwicklung der Produkte, Prozesse, Maschinen und Methoden ist die ständige Weiterentwicklung der Mitarbeiter unabdingbar. Die Werkmeisterausbildung ermöglicht hierzu umfangreiche Zusatzqualifikationen.

Welche großen Veränderungen bringt die Digitalisierung in Industrie und Gewerbe – und inwiefern tragen diesen berufliche Weiterbildungen wie die Ausbildung zum Werkmeister Rechnung?

Die Grundlage für die Digitalisierung wurde bei vielen Unternehmen schon vor zwanzig Jahren gelegt. Durch die ubiquitäre Verfügbarkeit von Rechnerleistung, Speicherplatz und tragbaren Endgeräten ist die Digitalisierung mittlerweile beinahe überall angekommen. Die Bedienung von IT- Systemen oder computergestützten Anlagen ist in allen Industrien Standard. Um die Marktanforderungen sicherstellen zu können, müssen Unternehmen kurze Lieferzeiten und kurze Produktentwicklungszeiten ihrer Produkte durch agile Mitarbeiter und Strukturen sowie zu Hilfenahme von rapid prototyping, vernetzten Maschinen, Analyse der gesammelten Daten,… im Unternehmen umsetzen. Die Werkmeisterausbildung vermittelt Wissen in vielen der genannten Bereiche.

In welchen Branchen ist der Wandel aktuell am stärksten – bitte um konkrete Beispiele dieser Veränderungen?

Die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie mit den vielen Montagetätigkeiten haben durch Entwicklung von Assistenzsystemen (um Fehler zu vermeiden) hier große Veränderungen bereits vollzogen.

Wie beurteilen Sie die WIFI-Werkmeisterschulen?

Die Werkmeisterausbildung ist durch die Tatsache dass die Studierenden bereits viele Jahre im Berufsalltag stehen sehr nahe an den betrieblichen Anforderungen. Durch die gute Ausstattung der Werkmeisterschulen können hier neue Entwicklungen den Studierenden gelehrt werden.

Verfügen Sie über Zahlen bezüglich des Anteils betrieblicher Führungskräfte mit Werkmeisterausbildung?

Der Anteil ist größer 95%.